Informationen zu Rädern & Reifen 

Größe Wintertipps allg. Tipps


Was bedeuten eigentlich die Größenangaben?


Auf Ihren Reifen oder in Ihrem Fahrzeugschein unter den Ziffern 20 - 23 und evtl. 33 finden Sie z. B. die Angabe "195/55R1582V" (gesprochen: 195 55 R 15 82 V) - was will uns der Autor damit sagen??

Der erste Teil (hier die "195") gibt die Reifenbreite in mm an.

Der zweite Teil (hier die "55") gibt das Verhältnis von Höhe zu Breite an.

Der dritte Teil (hier das "R") gibt die Reifenbauart (R = Radialreifen) an.

Der vierte Teil (hier die "15") gibt den Felgendurchmesser in Zoll an.

Der vierte Teil (hier die "82") gibt die Tragf&ahigkeitszahl an.

Der letzte Teil (hier das "V") gibt die zulässige Höchstgeschwindigkeit an. Dabei steht
° "Q" für maximal 160 km/h
° "S" für maximal 180 km/h
° "T" für maximal 190 km/h
° "H" für maximal 210 km/h
° "V" für maximal 240 km/h
° "W" für maximal 270 km/h
° "ZR" für über 240 km/h

Bitte beachten Sie, dass nur die Reifengrößen in Ihrem Fahrzeugschein zugelassen sind!
ACHTUNG: Bei der Verwendung nicht freigegebener Räder oder Reifen erlischt die Betriebserlaubnis, d. h. die komplette Fahrzeugzulassung samt Versicherungsschutz!

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Praktische Wintertipps:

Grundsätzlich raten wir, in der kalten Jahreszeit auf Winterreifen umzurüsten. ABS, ASR und ähnliche Systeme wirken so am besten und jeder noch so kleine "Ausrutscher" ist meist teurer als ein Satz Winterreifen. Auch auf sportliche Optik braucht man im Winter nicht zu verzichten.

Tipp 1: Umrüsten - nicht erst bei Wintereinbruch
Rechtzeitiges Umrüsten hilft, eventuelle Wartezeiten zu vermeiden.
Winterreifen reagieren träger auf Lenkbewegungen: deshalb nach der Montage vorsichtig losfahren, um sich an veränderte Fahreigenschaften zu gewöhnen.
Winterreifen sollten eingefahren werden: nach ca. 100 km entwickelt das Profil den optimalen Grip.
Der Winter kommt schneller als man denkt: Bodenfrost und überfrierene Nässe können auch schon im Herbst auftreten.
Wußten Sie, daß Sommerreifen schon ab +7°C ihre Elastizität verlieren?

Tipp 2: Fahrweise anpassen - nicht nur auf Schnee
Das Auto wird schnell instabil: gefühlvoll anfahren, dosiert bremsen.
Die Räder drehen schon mal durch: dann den nächsthöheren Gang einlegen.
Der Bremsweg wird auf glatter Fahrbahn bis zu 10 mal (!!) länger: deshalb die Abstände zum Vordermann erhöhen. Die Räder können beim Bremsen (ohne ABS) blockieren: "Stotterbremse" einsetzen, so bleibt das Auto besser lenkbar.

Tipp 3: Gefahr erkennen - rechtzeitig reagieren
Bodenfrost ist bereits ab +3 Grad Außentemperatur möglich: Wetterbericht vor Fahrtantritt abhören.
An manchen Stellen bildet sich zuerst Glatteis und Rauhreif: besondere Vorsicht auf Bergkuppen und Brücken, in Nebelsenken und Waldstücken.
Lange Gefällstrecken haben es in sich: rechtzeitig runterschalten und Motorbremse einsetzen.
ABS, ASR usw. sind KEINE Wundermittel: deswegen defensiv fahren um sicher anzukommen.

Tipp 4: Richtige Pflege und Wartung
Regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks erhöht die Sicherheit: die weichere Gummimischung reagiert empfindlich auf geringen Fülldruck; wir empfehlen: Luftdruck laut Betriebsanleitung plus 0,2 bar.
Vor der Lagerung Reifen gründlich reinigen. Liegend auf Holzlatten oder platzsparend auf Haken an der Garagenwand lagern sie am besten.
Auf kühle, trockene und gut belüftete Räume achten.
Öl- und Benzindämpfe vermeiden.

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Allgemeine Tipps zur "artgerechten Haltung" von Reifen:

Bitte beachten Sie bei Beschädigungen und/oder notwendigen Reparaturen, dass Reifen-Service in die Hände von Spezialisten gehört, da immer aufwendigere und sensiblere Fahrwerks-Konstruktionen Erfahrung, permanente Schulung, Know-how und hochpräzise Montage- und Prüfanlagen erfordern.

Nach Stößen oder Perforationen sollte der Reifen von Fachleuten - auch auf der Innenseite - kontrolliert werden. Einer Beschädigung des Reifens sollte auf keinen Fall zu geringe Bedeutung beigemessen werden!
Neue Reifen haben eine glatte Oberfläche. Sie müssen daher auf eine Distanz von ca. 100 Kilometern bei verhaltener Fahrweise eingefahren werden. Erst hierdurch wird die volle Haftfähigkeit der Lauffläche erreicht.
Den Reifendruck (auch den des Ersatzreifens) sollten Sie mindestens alle zwei Wochen bei Umgebungstemperatur kontrollieren.
Bei der Luftdruckkorrektur die Luft möglichst nicht aus den Reifen ablassen, solange diese warm sind.
Um die Quetschbeanspruchung auf die Reifen auf ein Minimum zu reduzieren, empfiehlt es sich, die Reifendrücke auf 3,2 - 3,5 bar zu erhöhen, wenn das Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird.

Auch der Reifenverschleiß sollte regelmäßig kontrolliert werden; dabei ist zu berücksichtigen, dass die Leistungen auf nasser Fahrbahn mit zunehmendem Profilverschleiß merklich abnehmen. Deshalb sollten die Reifen spätestens gewechselt werden, wenn die Profiltiefe ca. 3 Millimeter erreicht hat.
Die Reifen der beiden Achsen alle 10.000 - 15.000 km untereinander tauschen, um den Verschleiß zu optimieren und alle vier Reifen zusammen wechseln.
Wenn nur zwei Reifen gewechselt werden, sollten aus Sicherheitsgründen die beiden neuen auf die Hinterachse montiert werden. Der schnelle Luftaustritt (Perforation oder Platzen) eines Reifens der Hinterachse führt zu einer unmittelbaren Instabilität des Fahrzeugs, so daß der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Genau wie beim plötzlichen Verlust der Bodenhaftung in der Kurve, etwa auf nasser Fahrbahn, könnte dieses Ereignis zu einem schwer kontrollierbaren Übersteuern (Heck überholt Schnauze) führen.

Es ist gefährlich, in einen schlauchlosen Reifen einen Schlauch einzulegen, da es beim Aufblasen zu Lufteinschlüssen zwischen dem Schlauch und der (luftundurchlässigen) Innenwand des schlauchlosen Reifens kommen könnte. In diesem Fall käme es zu einem kontinuierlichen Scheuern des Schlauchs gegen die Reifeninnenseite, was sehr bald zu einer Zerstörung der aus Schlauch und Reifen bestehenden Einheit führen könnte. Dies hätte noch schwerere Folgen, wenn es bei einem auf der Hinterachse montierten Reifen passieren würde.

Wird das Fahrzeug längere Zeit auf Flecken von Öl, Diesel oder Lösungsmitteln ganz allgemein abgestellt, führt dies zu einer Schädigung des Reifens, da diese Substanzen die Mischungen, aus denen der Reifen besteht, angreifen; gleiches gilt für kohlenwasserstoffhaltige Substanzen, die für die Reinigung der Reifenflanken verwendet werden.

Auch die übermäßige Verwendung von Schneeketten auf nicht verschneiten Straßen kann die Reifen nachhaltig schädigen.
Es ist möglich, daß auf der Reifenflanke manchmal eine "bläuliche" Färbung auftritt. Dies ist ein rein ästhetische Problem, das keinerlei Einfluß auf die Leistungen der Reifen hat.

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